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Thema: Diverses: Politik und Soziales - In und Ausland !

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    May legt Plan B vor: Britische Labour-Partei besteht auf Neuwahl !

    London - Noch bevor die britische Premierministerin Theresa May ihren "Plan B" für den Brexit vorgelegt hat, hat die oppositionelle Labour-Partei ihre Forderung nach Neuwahlen erneuert.

    May war im Unterhaus mit ihren Vorstellungen zum britischen EU-Austritt gescheitert, hatte anschließend aber einen Misstrauensantrag von Labour überstanden.

    "Die Misstrauensabstimmung am Mittwoch war erst der Anfang der Labour-Bemühungen um eine Neuwahl - nicht das Ende", sagte der Brexit-Schattenminister von Labour, Keir Starmer, am Samstag in London.
    Eine Neuwahl sei der einzige Weg, "den radikalen Wandel einzuleiten, den diese Land braucht".
    May lehnt die Option einer Neuwahl bisher ab und betont, sie suche den Konsens aller Parteien.

    Ganz abwegig erscheint die Möglichkeit eines Gangs an die Wahlurnen aber nicht.
    Drei Mitglieder von Mays Kabinett hatten der "Financial Times" (Freitag) gesagt, dass eine Neuwahl im Rahmen des Möglichen sei.
    Regierungsmitarbeitern zufolge seien in der vergangenen Woche Notfallpläne für eine Wahl diskutiert worden.

    Ob eine Neuwahl der Labour-Partei nützen würde, ist allerdings unklar.
    Laut einer unveröffentlichten Umfrage einer EU-freundlichen Lobby-Gruppe, die dem "Guardian" zugespielt wurde, würde Labour etwa mit einer klaren Parteinahme für einen Verbleib Großbritanniens in der EU keine Wähler hinzugewinnen.

    Rund ein Drittel aller Befragten gab demnach sogar an, weniger geneigt zu sein, Labour zu wählen, sollte die Partei den Brexit stoppen wollen.
    Für ein weiteres Drittel aller Befragten spielt die Parteilinie zum Brexit bei der Wahlentscheidung keine Rolle.
    Nur 25 Prozent der Befragten würden demnach eher für Labour stimmen, sollte die Partei sich klar gegen einen Brexit aussprechen.

    Für die Erhebung des Meinungsforschers Populus wurden 2000 Wahlberechtigte gefragt, ob eine Ablehnung des Brexits es mehr oder weniger wahrscheinlich mache, dass sie Labour wählten.
    Die Umfrage war laut der Zeitung noch vor der Brexit-Abstimmung im britischen Unterhaus in Auftrag gegeben worden.

    Bei der Abstimmung am Dienstag hatten die Abgeordneten den von der EU und Großbritannien ausgehandelte Austrittsvertrag klar abgelehnt.
    Einer Misstrauensabstimmung im Unterhaus hielt die Premierministerin am Mittwoch aber stand.
    In London wird nun ein Weg gesucht, um ein ungeregeltes Ausscheiden Großbritanniens aus der EU Ende März abzuwenden.
    May will am Montag dazu ihren "Plan B" darlegen.

    Der konservative ehemalige britische Premierminister John Major forderte von May eine freie Abstimmung über alle Alternativen im Parlament.
    Das Patt im Unterhaus könne nur überwunden werden, wenn May einen mehrheitsfähigen Vorschlag mache, sagte Major dem Sender BBC am Samstag.
    Dazu müsse sie die Positionen der Abgeordneten kennen.
    Jeglicher Fraktionszwang müsse aufgehoben werden, damit die Volksvertreter nach ihrem Gewissen abstimmen könnten.

    Im "nationalen Interesse" müsse May auch bereit sein, ihre "roten Linien" aufzugeben und substanzielle Änderungen an der mit Brüssel vereinbarten Regelung zu machen, sagte Major.
    Schönheitsreparaturen seien nach der klaren Ablehnung ihres Vorschlags im Parlament nicht genug.
    Einen ungeordneten Austritt Großbritanniens aus der EU hält Major nach eigener Aussage für "das schlechteste aller Ergebnisse".


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  2. #6412
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    Verschleppt im Transitbereich: Das Oligarchen-Callgirl, das Trump belasten wollte !

    Es ist eine wilde Geschichte über Geld, Macht und käufliche Liebe.
    Und die Protagonisten sind: ein russisches Escort-Girl, ein Oligarch, mehrere unbekannte Männer und irgendwie auch der US-Präsident.


    Ihr größter Alptraum ist Wirklichkeit geworden.
    Sie habe Angst davor, nach Russland zurückgeschickt zu werden, schrieb das weißrussische Callgirl Anastasia Waschukewitsch im vergangenen Jahr auf Instagram.
    "Wenn wir zurück nach Russland gehen, werden wir in einem russischen Gefängnis sterben oder sie werden uns töten."

    Nun ist Waschukewitsch, die auch unter dem Namen Nastja Rybka bekannt ist und was so viel heißt wie Anastasia, das Fischlein, wider Willen doch in Russland gelandet.
    Die 27-Jährige hielt sich nach einem Flug aus Thailand im Moskauer Flughafen Scheremetjewo auf, von wo aus sie nach Weißrussland weiterfliegen wollte.

    Dabei sei sie von "unbekannten Männern" aus dem Transit-Bereich "gezogen" worden und werde nun in einem Gefängnis im Moskauer Süden festgehalten, sagte ihr Anwalt Dmitri Sazarinski.
    Er sprach von einem "Skandal", seine Mandantin habe "kein Verbrechen" begangen.

    Auch der Kreml-Gegner Alexej Nawalny zeigt auf seinem Twitter-Account ein Video, in dem mehrere Männer Rybka in einen Rollstuhl zu zwängen suchen.
    Diese wehrt sich mit Händen und Füßen, wobei sie ruft: "Ich will nirgendwo hin."
    Nach einigem Gerangel schleppen die Männer sie weg.
    Die Hintergründe sind noch unklar.
    Das Innenministerium erklärte russischen Medienberichten zufolge, Rybka und drei weitere Menschen seien wegen Prostitutionsvorwürfen am Moskauer Flughafen festgenommen worden.
    Wie das Portal "Meduza" berichtet, stehen darauf bis zu sechs Jahre Haft.

    Bei dem Fall könnte es allerdings um sehr viel mehr als um Prostitution gehen.
    Schließlich ist Rybka kein einfaches Callgirl.
    Die Weißrussin, die auch ein Buch verfasst hat mit dem Titel: "Wie man einen Milliardär verführt", hat längst auch international Schlagzeilen gemacht.
    Was vor allem einen Grund hat: Sie bot den US-Behörden Insiderwissen über eine russische Einmischung in den Präsidentschaftswahlkampf von 2016 an.

    Warum ausgerechnet das Callgirl über solche Informationen verfügen soll, ist eine wilde und komplizierte Geschichte.
    Und dass sie publik wurde, ist wiederum vor allem Nawalnys investigativem Eifer zu verdanken.
    So entdeckten er und sein Team bei Instagram ein heikles Video, das Rybka selbst zuvor veröffentlicht hatte.

    Oligarch trifft sich mit Vize-Premier
    Im Video ist offenbar Rybkas damaliger Liebhaber, der Oligarch Oleg Deripaska, auf seiner Jacht im Jahr 2016 vor der norwegischen Küste zu sehen.
    Doch der Milliardär ist nicht allein.
    Wie Nawalny nachweist, war auch der damalige russische Vize-Ministerpräsident Sergei Eduardowitsch Prichodko mit an Bord.
    Auf dem Video ist Deripaska zu hören, wie er sagt, Russland habe schlechte Beziehungen zu den USA wegen der "Freundin von Sergei Eduardowitsch, Nuland ist ihr Name".
    Damit war anscheinend Victoria Nuland gemeint, damals für Europa zuständige Staatssekretärin im US-Außenministerium.

    Nawalny zufolge waren der Milliardär und der Vize-Premier nicht nur zum Vergnügen an Bord.
    Offenbar hatten sie auch etwas zu bereden: die Präsidentschaftswahlen in den USA.
    Diese Vermutung könnte durchaus plausibel sein.
    So hatte Paul Manafort, der 2016 eine Zeitlang den Wahlkampf des heutigen US-Präsidenten Donald Trump leitete, mindestens von 2005 bis 2009 für Deripaska gearbeitet.
    Außerdem soll er nach Angaben der "Washington Post" dem Oligarchen "private Briefings" angeboten haben, möglicherweise als Ausgleich für Schulden in Millionenhöhe.
    US-Sonderermittler Robert Mueller bezichtigt Manafort und andere Wahlkampfhelfer Trumps, geheime Absprachen mit russischen Vertretern getroffen und darüber gelogen zu haben.

    Laut Nawalny ist der Kontakt zwischen Manafort und Deripaska aber nur ein Teil der Geschichte.
    Ihm zufolge soll es eine Verbindung vom russischen Präsidenten Wladimir Putin über Prichodko und Deripaska zu Manafort und weiter zu US-Präsident Donald Trump geben.
    Rybka selbst hatte im vergangenen Jahr erklärt, sie wolle "die fehlenden Puzzleteile liefern", die eine Verbindung herstellen zwischen russischen Politikern, Manafort, Trump und "all diesem Wirbel um die US-Wahl".
    Gegenüber der "New York Times" erklärte sie, sie habe Tonaufnahmen von mehr als 16 Stunden.
    Diese werde sie den USA übergeben, wenn diese ihr politisches Asyl gewährten.
    Ob das alles nur heiße Luft ist, ist unklar, Kritiker sprechen von einem PR-Gag.

    Als Rybka ihre Enthüllungen ankündigte, saß sie allerdings schon in Thailand in Haft.
    Kurz nach der Veröffentlichung von Nawalnys Video, das in Russland für einigen Wirbel sorgte, wurde sie in Thailand gemeinsam mit anderen Ausländern wegen eines "Sex-Training-Kurses" festgenommen.
    Ein Gericht sprach sie und sieben andere Mitangeklagte Anfang des Monats des Anbietens sexueller Dienste schuldig.
    Da sie dann aber schon monatelang in Untersuchungshaft saß, wurde sie freigelassen und über Moskau abgeschoben.

    Ihr Video von Deripaska auf der Jacht wurde längst von ihrer Instagramseite gelöscht.
    Deripaska, der auf der Sanktionsliste der USA steht, verklagte sie erfolgreich.
    Nawalny, dessen Internetseite nach der Veröffentlichung des Videos im Februar blockiert worden war, schrieb nun auf Twitter: "Ihre Schuld ist groß: Sie war eine Prostituierte auf der Yacht des Milliardärs Deripaska, und sie nahm ein Video auf mit dem stellvertretenden Premierminister Prichodko.
    " Nun seien "Rybkas Hände gebunden", während die Polizei Prichodko und Deripaska in Ruhe lasse.


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  3. #6413
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    Rechte Gruppe "Der Flügel": AfD droht offenbar weitere Spendenaffäre um Höcke !

    Die AfD-Spendenaffäre um Alice Weidel ist noch nicht aufgeklärt, da zeichnet sich schon die nächste ab: Diesmal steht einem Medienbericht zufolge Björn Höcke im Fokus.

    Der AfD droht nach einem Bericht der "Bild am Sonntag" eine neue Parteispenden-Affäre.
    Die Gruppe "Der Flügel" um den Thüringer Landeschef Björn Höcke habe an den AfD-Gremien vorbei Geld für ihre Arbeit gesammelt, berichtet die Zeitung unter Berufung auf ein vertrauliches Protokoll.
    So habe Höcke in einer Weihnachts-E-Mail an seine Mitstreiter zu Spenden an den Verein "Konservativ!" aufgerufen, mit denen "Flügel"-Veranstaltungen finanziert werden sollten.

    Das Vorgehen Höckes habe im AfD-Bundesvorstand für Ärger gesorgt, berichtet die Zeitung weiter.
    Der Vorstand habe beschlossen, dass der "Flügel" nur in Absprache mit den Schatzmeistern der Partei Geld sammeln dürfe.
    Zum einen entgehen der AfD durch Spenden an einen externen Verein Geld.
    Zum anderen könnte es sich um eine illegale Parteispende des Vereins handeln, da mit dem Geld angeblich AfD-Veranstaltungen finanziert werden sollten.

    Weitere Ungereimtheiten auch in der Schweiz-Affäre
    Die AfD steckt bereits in einer Parteispenden-Affäre wegen dubioser Zahlungen in Höhe von gut 130.000 Euro aus der Schweiz.
    Die Partei hat der Bundestagsverwaltung inzwischen die Namen von 14 Spendern übermittelt, die hinter den Zuwendungen einer Schweizer Pharmafirma stehen sollen.
    Demnach soll es sich um EU-Staatsbürger handeln, in der Mehrzahl Deutsche.

    Die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" (FAS) sah in dem Vorgang allerdings neue Ungereimtheiten.
    Als EU-Bürger hätten sich die Spender mit dem Umweg über die Schweiz unnötig Ärger aufgehalst, schrieb die Zeitung am Sonntag.
    EU-Bürger können bis zu 10.000 Euro an deutsche Parteien spenden, ohne dass ihre Namen öffentlich werden.
    Der Bundesgeschäftsführer der AfD, Hans-Holger Malcomeß, fand auf Nachfrage der Zeitung keine Erklärung für den Vorgang: "Ich habe keine Theorie dazu."

    Mehrheit befürwortet Beobachtung der AfD
    Aus der Bundestagsverwaltung hieß es laut "FAS", man prüfe die Sachverhalte derzeit sehr genau und stehe in Kontakt mit Ermittlungsbehörden, unter anderem in Konstanz.
    Die gut 130.000 Euro an Spenden waren an den Kreisverband Bodensee gegangen, dem die AfD-Fraktionschefin im Bundestag, Alice Weidel, angehört.

    Die Entscheidung des Verfassungsschutzes, die AfD stärker zu beobachten, hält eine deutliche Mehrheit der Deutschen indes für richtig.
    In einer Emnid-Umfrage für die "Bild am Sonntag" finden 71 Prozent der Befragten eine stärkere AfD-Beobachtung richtig, 18 Prozent nicht.


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  4. #6414
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    Kurz vor "Plan B"-Präsentation: Großbritannien beim Brexit weiter ohne klare Linie !

    London - Vor der Brexit-Erklärung der britischen Premierministerin Theresa May im Parlament an diesem Montag zeichnet sich in London kein Ausweg aus der Krise ab.
    Mitglieder des Parlaments versuchen, den Austrittsprozess über verschiedene Umwege selbst zu steuern.

    Handelsminister Liam Fox warf EU-freundlichen Abgeordneten vor, den Brexit "stehlen" zu wollen.
    Die Bevölkerung wolle die EU verlassen, aber das Parlament wolle im der Union verbleiben.
    "Das Parlament hat kein Recht, den Brexit-Prozess zu entführen", sagte der Unterstützer von Mays Brexit-Deal dem Sender BBC.

    Nach britischen Medienberichten vom Sonntag arbeiten Abgeordnete verschiedener Parteien daran, die Brexit-Entscheidung hinauszuzögern und einen ungeordneten EU-Austritt ihres Landes zu verhindern.
    Tory-Hardliner warnten die Premierministerin derweil vor Zugeständnissen an EU-Freunde im Parlament.
    Eine britisch-irische Lösung für Nordirland hat Berichten zufolge wenig Aussicht auf Erfolg.

    Das britische Unterhaus hatte am vergangenen Dienstag Mays Brexit-Vereinbarung mit Brüssel eine klare Absage erteilt.
    Einem Misstrauensvotum am Mittwoch hielt die Premierministerin jedoch stand .
    Am Montag will sie dem Parlament einen neuen Lösungsweg präsentieren.

    Nach Mays Präsentation im Unterhaus will eine parteiübergreifende Gruppe unter der Federführung der Labour-Abgeordneten Yvette Cooper und des Konservativen Nick Boles einen Änderungsantrag für weitere Verhandlungen mit der EU einbringen, sollte das Parlament Mays neuen Vorschlag am 29. Januar ablehnen.
    Damit wollen die Rebellen den Brexit hinauszögern und einen ungeordneten EU-Austritt verhindern.

    Der Konservative Dominic Grieve will nach Informationen der britischen "Times" mit einem weiteren Antrag dafür sorgen, dass Artikel 50 des EU-Vertrages zeitweise ausgesetzt wird - ebenfalls um Zeit zu gewinnen.
    Der Artikel regelt den Austritt eines Landes aus der Union.
    Wie diese Aussetzung erfolgen soll, wurde aus dem Text nicht deutlich.

    In der Downing Street 10 - Mays Amtssitz - ist man über die Pläne der Anti-Brexit-Rebellen offensichtlich wenig erfreut.
    "Jeglicher Versuch, der Regierung die Macht zu entziehen, zu diesem historisch bedeutenden Zeitpunkt die rechtlichen Bedingungen für einen geordneten Austritt (aus der EU) zu erfüllen, ist in höchstem Maße Besorgnis erregend", zitierte die BBC am Sonntag aus Regierungskreisen.
    Es bestehe die Gefahr, dass das Parlament einen Brexit stoppen könnte.

    Die Labour-Partei hält an ihrer Forderung nach Neuwahlen fest, ist aber offen für Alternativen, wie der Brexit-Minister im Schattenkabinett, Keir Starmer, am Samstag sagte.
    Seine Partei müsse sich aber auch die Möglichkeit eines zweiten Referendums offen halten, sagte Starmer.

    In Großbritannien erscheint die Möglichkeit eines Gangs an die Wahlurnen nicht ganz abwegig.
    Drei Mitglieder von Mays Kabinett hatten der "Financial Times" (Freitag) gesagt, dass eine Neuwahl denkbar sei.
    Regierungsmitarbeitern zufolge wurden in der vergangenen Woche Notfallpläne dafür diskutiert.

    Ob eine Neuwahl der Labour-Partei nützen würde, ist unklar.
    Laut einer unveröffentlichten Umfrage einer EU-freundlichen Lobby-Gruppe, die dem "Guardian" zugespielt wurde, würde Labour etwa mit einer klaren Parteinahme für einen Verbleib Großbritanniens in der EU keine Wähler hinzugewinnen.

    Der Tory-Hardliner und May-Kritiker Jacob Rees-Mogg drängte in der Boulevardzeitung "Daily Mail" am Sonntag die Premierministerin, erst einmal ihre eigene Partei hinter sich zu bringen.
    Dazu müsse sie weitere Konzessionen von der EU bekommen, vor allem zu den Austrittskosten sowie zu Nordirland.
    "So attraktiv es scheinen mag, europafreundlichen Labour-Abgeordneten die Hand reichen zu wollen, Frau May kann nur ins Ziel kommen, wenn sie die Tory-Rebellen für sich gewinnt", so Rees-Mogg.

    Mays Konzept soll laut "Times" unter anderem Pläne für einen Vertrag Großbritanniens mit Irland enthalten, um das Problem einer neuen Grenze zwischen der britischen Provinz Nordirland und der Republik Irland zu vermeiden.
    Ein solcher Vertrag soll ebenso Tory-Harliner wie die nordirische DUP überzeugen, deren Abgeordnete Mays Regierung im Parlament unterstützen.
    Wie dieser Vertrag mit EU-Recht vereinbar sein soll, wurde nicht gesagt.
    Irische Regierungskreise sagten der "Times", ein bilateraler Vertrag sei "nichts, das wir in Erwägung ziehen würden".

    Sorgen bereitete Politikern in Belfast auch die Explosion einer Autobombe in der Innenstadt der nordirischen Stadt Londonderry.
    Zwar wurde nach dem derzeitigen Informationsstand niemand verletzt.
    Es wurde aber über politische Hintergründe spekuliert.

    In Großbritannien herrscht die Sorge, dass der Nordirland-Konflikt zwischen irischen Nationalisten und pro-britischen Unionisten bei einer Wiedereinführung von Grenzkontrollen wieder aufflammen könnte.
    Die DUP-Vorsitzende Arlene Foster verurteilte den "sinnlosen Akt des Terrors" bei Twitter.
    Auch Elisha McCallion, Parlamentsabgeordnete der Sinn Fein, erklärte, Londonderry sei eine aufsteigende Stadt, "und niemand möchte einen derartigen Zwischenfall".


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    Randale bei Mazedonien-Kundgebung in Athen !

    "Mazedonien ist griechisch" – dafür demonstrierten am Sonntag gut 100.000 Menschen in Athen.
    Linke und rechte Extremisten randalierten, Politiker wurden als Verräter beschimpft.


    Mehr als 100.000 Menschen haben am Sonntag in Athen gegen das Namensabkommen zwischen Griechenland und Mazedonien protestiert, das nächste Woche im griechischen Parlament gebilligt werden soll.
    Die Polizei setzte am Rande der ansonsten friedlichen Demonstration Tränengas ein, weil Links- und Rechtsextremisten randalierten und versuchten, das Parlament zu stürmen.

    Der Protest richtet sich gegen den Namenskompromiss Athens mit dem Nachbarland, das künftig Nord-Mazedonien heißen soll.
    Mit Bussen, per Fähre und Flugzeug waren viele Zehntausende Griechen aus dem ganzen Land nach Athen gereist, um dagegen zu demonstrieren.
    Während die Polizei die Zahl der Teilnehmer mit 100.000 bezifferte, gingen griechische Medien sogar von gut 150.000 Demonstranten aus.

    Zwischen Extremisten und Polizisten kam es zu Ausschreitungen
    Am Nachmittag versuchten rund 100 Extremisten, vornehmlich Anarchisten und Hooligans, mit Gewalt zum Parlament zu gelangen.
    Sie bewarfen die Polizeibeamten mit Steinen, diese reagierten mit Schlagstöcken und Pfefferspray.
    Rund zehn Beamte seien leicht verletzt worden, berichteten griechische Medien.

    Die Leidtragenden waren vor allem die ganz normalen Demonstranten.
    Zuvor hatten sie in einem Meer aus blau-weißen griechischen Fahnen Sprüche wie "Mazedonien ist griechisch" und – an die Regierung gewandt – "Politiker – Verräter" skandiert.
    Nachdem Randalierer Brandsätze und Steine warfen und Tränengaswolken über den zentralen Syntagma-Platz waberten, zogen sich die anderen Demonstranten zurück.

    Seit 30 Jahren sorgt der Namensstreit für Spannungen
    Zur Demonstration aufgerufen hatten rechte und nationalistische Organisationen.
    Sie wollen verhindern, dass kommende Woche im Athener Parlament ein Abkommen ratifiziert wird, das dem Nachbarland den Namen Nord-Mazedonien zugesteht.
    Der Namensstreit währt bereits seit des Zerfalls Jugoslawiens vor gut 30 Jahren.

    Beide Nachbarländer erheben Anspruch auf das kulturelle Erbe der Jahrtausende alten Region Mazedonien.
    Die Griechen befürchten, das Nachbarland könne in Nordgriechenland Gebietsansprüche erheben, weil sich dort die griechische Region Mazedonien (altgriechisch: Makedonia) erstreckt.


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    Brexit: In Großbritannien werden Medikamente knapp !

    Im Vereinigten Königreich sind etliche Medikamente derzeit nur schwer erhältlich.
    Die Regierung beharrt darauf, dass der Brexit nicht die Ursache dafür sei - und glaubt das offenbar selbst nicht.


    Weniger als zehn Wochen vor dem geplanten Brexit-Termin Ende März werden in Großbritannien einige Medikamente knapp.
    Apotheker haben Berichten zufolge immer größere Probleme, an zahlreiche häufig verschriebene Arzneien wie Schmerzmittel, Antidepressiva und blutdrucksenkende Pharmazeutika zu kommen.

    In England sind 80 Medikamente derartig rar, dass die Regierung sie auf einer "Engpass-Liste" führt.
    Das ermöglicht es den Behörden, sie zu erhöhten Preisen einzukaufen.
    Im Oktober standen auf dieser Liste nur 45 Medikamente.
    Auch aus Nordirland, Wales und Schottland hört man Berichte über ähnliche Schwierigkeiten.

    Die genaue Ursache für die Engpässe ist umstritten.
    Die Rede ist von Schwankungen bei der weltweiten Nachfrage, von sich ändernden Wechselkursen und von Problemen bei den Herstellern.

    Briten legen offenbar Vorräte an
    Gareth Jones vom Apothekerverband "National ******** Association" sieht jedoch einen Zusammenhang zum Brexit.
    Er glaubt, die Medikamente würden deswegen knapp, weil viele Briten aus Sorge vor einem chaotischen Brexit angefangen hätten, sie zu horten.
    Das scheine "ein wesentlicher Faktor" zu sein, sagte Jones der BBC.

    Was es bedeuten kann, wenn ein Medikament gar nicht mehr zu bekommen ist, konnte man sich vergangene Woche in der BBC-Sendung "Victoria Derbyshire" anschauen.
    Dort erzählte eine junge Frau, die am schmerzhaften Fibromyalgiesyndrom leidet, dass seit dem vergangenen Monat ein entzündungshemmendes Medikament nicht mehr verfügbar sei, das ihr sehr helfe.

    Stattdessen habe man ihr Ibuprofen verabreicht, ein verbreitetes Schmerzmedikament.
    Aber das habe nicht dieselbe Wirkung.
    "Es war schrecklich.
    Das macht bei meiner Erkrankung einen enormen Unterschied."

    Ihr Medikament sei auch schon früher gelegentlich nicht erhältlich gewesen, erzählte die Frau weiter.
    Doch stets sei es spätestens nach ein paar Tagen wieder in ihrer Apotheke vorrätig gewesen.
    Nicht so dieses Mal.

    Medizinerverband fordert mehr Transparenz
    Die Regierung wiegelt ab.
    Ein Sprecher des Gesundheitsministeriums sagte der BBC, es gebe "keine Belege dafür, dass die gegenwärtigen Probleme bei der Versorgung mit Medikamenten mit den Vorbereitungen für den EU-Austritt im Zusammenhang" stünden.

    Ähnlich äußerte sich das Ministerium im Dezember, als es Pläne bekannt gab, wonach es Apothekern in Zukunft erlaubt sein soll, andere Medikamente herauszugeben als diejenigen, die verschrieben worden sind.
    Gesundheitsminister Matthew Hancock erklärte damals, diese Entwicklung habe "nicht nur mit dem Brexit" zu tun.

    Der Medizinerverband Royal College of Physicians (RCP), der Zehntausende Ärzte repräsentiert, möchte sich mit solchen Erklärungen nicht zufrieden geben.
    Der Verband rief die Regierung zu mehr Transparenz hinsichtlich der landesweiten Vorräte an Medikamenten auf.

    Pharmafirmen sollten Vorräte anlegen
    Tatsächlich scheint sich die Regierung dessen bewusst zu sein, dass der Brexit eine zentrale Rolle bei den Medikamentenengpässen spielt.
    So haben die Behörden die Pharmaunternehmen des Landes bereits im Sommer angewiesen, bis zum geplanten Brexit-Termin im kommenden März zusätzliche Vorräte für sechs Wochen anzulegen.

    Im Dezember wandte sich Gesundheitsminister Hancock in einem Schreiben erneut an die Pharmaunternehmen des Landes.
    Darin informierte er sie darüber, dass die Regierung nun davon ausgehe, dass es im Fall eines "No Deal"-Brexits bis zu "sechs Monate lang" Verzögerung bei Importen über den Kanal geben könnte.
    Die Anweisung, zusätzliche Vorräte für sechs Wochen anzulegen, blieben "ein wichtiger Teil unseres Notfallplans".

    Die Regierung habe darüberhinaus weitere Maßnahmen ergriffen, schreibt der Minister weiter.
    So sei man dabei, zusätzliche "Frachtkapazität" zu schaffen, damit "lebensnotwendige Produkte" weiter ungehindert nach Großbritannien gelangen könnten.

    In mindestens einem Fall ist das allerdings gründlich daneben gegangen.
    So haben Mitarbeiter des Verkehrsministeriums offenbar nicht gründlich genau hingeschaut, als sie kürzlich ein Startup-Unternehmen damit beauftragten, eine neue Fährverbindung zwischen dem britischen Ramsgate und dem belgischen Ostende einzurichten.
    Denn die beauftragte Firma, die dafür 13,8 Millionen Pfund erhalten soll, besitzt keine Schiffe, hat keinerlei Erfahrung auf dem Gebiet und hat ihre allgemeinen Geschäftsbedingungen offenbar von einem Pizza-Lieferdienst kopiert.

    Prepper raten von Medikamentenvorräten ab
    Vorfälle wie dieser sorgen für Verunsicherung.
    "Der Mangel an Kommunikation und Planung durch die Regierung führen dazu, dass die Leute Vorräte anlegen", sagt Joanna Elgarf.
    Sie ist Moderatorin der Facebook-Gruppe "48 Percent Preppers".
    Der erste Teil des Namen bezieht sich auf die 48 Prozent der Briten, die (und das wird leicht vergessen) beim EU-Referendum Mitte 2016 für einen Verbleib in der EU gestimmt haben.

    "Prepper" sind Menschen, die sich auf chaotische Notfallsituationen vorbereiten, indem sie Vorräte anlegen - an Wasser, Lebensmitteln und in einigen Fällen wohl auch an Medikamenten.
    Die Gruppe hat heute mehr als 6000 Mitglieder.

    "Wir raten unseren Mitgliedern davon ab, Medikamente zu horten", sagt Joanna Elgarf.
    "Aber das hält Leute nicht davon ab, es zu versuchen.
    Es herrscht eine große Unsicherheit unter Leuten, die auf Medikamente angewiesen sind."
    In der Gruppe, die sie moderiert, hätten einige Mitglieder berichtet, dass ihnen Ärzte Medikamente für kürzere Zeiträume als zuvor verschrieben hätten - also für einen Monat statt für drei Monate.

    Dass zahlreiche ihrer Landsleute angesichts der politischen Unsicherheit offenbar anfingen, Vorräte an Medikamenten anzulegen, befürworte sie nicht, sagt Joanna Elgarf ein weiteres Mal.
    "Aber ich kann es verstehen."


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